
DAS Album von In Flames - Nein, ich habe mich nicht verschrieben im Titel. Für mich ist Reroute to Remain DAS In Flames-Album.Und bevor sich Die-Hard-Fans aufregen: Ja, ich habe die Band mit diesem Album kennen gelernt. Und ja, ich besitze mittlerweile auch den kompletten Output an In Flames-Alben. Keine Frage, das Album unterscheidet sich von den älteren Werken. Aber ist es deswegen schlechter? Mitnichten.Reroute to Remain, das sind 14 Songs mit packenden Melodien, die trotz ihrer Eingängigkeit niemals platt oder sogar poppig wirken. sondern stattdessen eine intensive Härte vermitteln.Die Songs brennen sich sofort in den Gehörgang und verlassen ihn auch nur ungern wieder.Das beginnt mit dem Opener Reroute to Remain, der einen gleich in das Album hineinkickt, und zieht sich über ausnahmslos alle Stücke bishin zum finalen Black & White, das einen genau so energisch wieder hinausschmeisst, nur damit man vorne wieder um Einlass bittet, um die Platte gleich nochmal zu hören.Garniert wird das ganze noch mit emotionalen, aber nie kitschigen oder gar platten Lyrics und einem Anders Friden in Höchstform am Mikrofon.Es fällt schwer, aus den 14 Stücken eines hervorzuheben, da sie meiner Meinung nach alle genial sind. Anspieltipps wären trotzdem aus meiner Sicht: Reroute to Remain, System und Minus.5 Sterne von mir
Griff ins Klo - Also was IN FLAMES hier mit diesem Album abgeliefert haben ist teilweise schon recht gewöhnungsbedürftig. Zum einen hat man die neue moderne Ausrichtung, die sich auf der Clayman teilweise schon angekündigt hat, zum anderen, und das ist der Hauptkritikpunkt des Albums, gehen IN FLAMES hier teilweise sehr monoton vor. Ja, sicher, sie haben neue Ideen wie z.B. jeden Song mit Elektrospielereien auszustatten und ja, sie haben auch das Gaspedal wieder etwas mehr durchgetreten als auf den beiden Vorgängeralben, aber dafür bleibt einiges auf der Strecke:Es fehlen größtenteils die grandiosen Melodien, die IN FLAMES bekannt gemacht haben, teilweise sind sie zwar noch vorhanden, dennoch ist das ist ein deutlicher Kritikpunkt. Und, der größte Störfaktor auf diesem Album, ist die Einfallslosigkeit beim Songrwriting im Allgemeinen. Man hat 14 Songs, von denen mindestens die Hälfte genau den gleichen Songaufbau haben, mit genau denselben neuen Ideen ausgestattet sind, im gleichen Tempo laufen, und dementsprechend auch meistens eine ähnliche Länge haben. Deswegen fällt es bei diesem Album auch wirklich schwer einzelne Songs im Kopf zu behalten, was bei IN FLAMES früher definitiv kein Problem war. Also, wer IN FLAMES noch nicht kennt, sollte lieber zu einem Vorgängeralbum wie z.B. der Colony oder Jester Race greifen. Dieses Album ist eher was für DIE HARD-Fans, die alles von ihrer Lieblingsband haben müssen, von mir gibts leider keine Kaufempfehlung.
Modern, aber dennoch sehr geil! - Was habe ich mir für Sorgen gemacht um das neue Album der Schweden IN FLAMES. War ich von dem letzten Live Album The Tokyo Sundown nicht gerade so sehr begeistert, haben uns die Jungs um Jesper Strömblad mit diesem Studiowerk wieder mal ein Hammeralbum par excellence abgeliefert. War bei den vorigen 3 Alben das Hauptmanko, dass von einer eigentlichen Entwicklung nicht viel bemerkbar war - man bot zwar erstklassige Songs, doch vom Prinzip her waren sie sich doch oft ähnlich! - merkt man hier dafür um so mehr, wie sehr man sich weiter entwickelt hat und dass man mehr als nur 1 Schritt nach vorne gegangen ist. Dies wird schon gleich beim Opener und Titelstück Reroute to remain deutlich! Vorbei ist die Zeit der seichten Plätschelsongs - um es mal extrem übertrieben auszudrücken - denn jetzt gibt es richtig was auf die Fresse! Mit dem 6ten Studioalbum ist man um einiges brachialer geworden und Frontröhre Anders Friden zeigt sich abwechslungsreicher und besser denn je. Viel aggressiver wirkt sein Gekreische, viel melodischer klingt sein normaler Gesang, was vor allem beim 2ten Stück System klar wird, dessen Refrain mitunter der beste ist, was IN FLAMES je gebracht haben. Hier sind auch einige Loops zu vernehmen, die gepaart mit den derben Gitarren munter in die nächste Generation des Metals einläuten. Mit Drifter gibt s dann auch wieder was voll auf die 12, zeigt man hier auch mal einige Einflüsse von AT THE GATES und STRAPPING YOUNG LAD. Hört euch alleine mal den Schluss an, da könnte man meinen Dave Lombardo sitzt hinter den Drums. Wieder mehr traditionell zeigt man sich beim schon vielerseits hochgelobten Trigger, dass mich ein wenig an neuere HYPOCRISY erinnert, aber von den Melodien her betrachtet ganz klar nach IN FLAMES klingt. Irgendwie erinnert mich der Refrain ein wenig an MEGADETHs Tornado of Souls, aber es kann dass ich mic hier täusche, wäre ja nicht das erste mal. Eines meiner absoluten Lieblingssongs auf Reroute to Remain ist klar und deutlich Cloud Connected. Man kann den Song einfach nur genial beschreiben, er umfasst einfach alles was dieses Album ausmacht: Brachialität, moderne Elemente, abwechslungsreicher Gesang (alleine das abartige Gekreische in der Strophe ist unglaublich) und melodische Gitarren, dazu noch etwas Endzeitstimmung... perfekt! Schade nur, dass er bereits nach dreieinhalb Minuten fertig ist. Danach folgt aber schon mit Transparent der wohl brachialste Song, den IN FLAMES bisher gemacht haben! Alleine der Blastbeat am Anfang ist bisher bei den Schweden noch nie dagewesen. Dawn of a New Day zeigt sich zur Abwechslung ein wenig ruhiger. Basierend auf akustischen Gitarren, wird auch der Gesang hauptsächlich normal dargeboten (erinnert mich ein kleines bißchen an AMORPHIS). Auf alle Fälle ein sehr guter Kontrast zu den restlichen Songs! Sehr rasend geht es dafür mit Ergonomic weiter, mit knapp über 2 Minuten auch zugleich die kürzeste Nummer und ehe es man sich versieht ist man auch bereits bei Minus, welches wieder sehr typisch ausgefallen ist, in der Bridge und im Refrain aber durch ausgeklügelte Strukturen und Melodien überzeugen kann. Dismiss the Cynics ist wieder sehr abwechslungsreich ausgefallen, so dass man neben brachialen Gitarren auch wieder sehr schöne Akustik Klampfen eingebaut hat. Unbedingt sei hier auch der geniale Schluss hier erwähnt, der den Song auf die Spitze treibt. Mit Free Fall folgt hier ein weiteres absolutes Highlight auf diesem Album. Alleine was die Melodieführung angeht, sind IN FLAMES hier wieder mal unschlagbar! Ein wahrliches Ohrwurmfeuerwerk, oder so ähnlich, hehehe. Bei Dark Signs werden dann wieder die Akustikgitarren ausgepackt und man höre und staune, auch eine Violine kommt zum Einsatz. Der Song könnte es mit seinen Parallelen zu THE CORRS ja fast in die Charts schaffen, aber ich denke mal, da würde sich die breite Hörerschaft wohl an den restlichen Songs stören, hahaha. Das dies aber nicht zum Normalfall wird, hat man mit Metaphor wieder einen sehr kraftvollen und kernigen Song nachgereicht, der sich nahtlos in die Reihe der übrigen Killersongs einreiht! Als Rausschmeißer wird der Hörer dann von Black & White (keine Angst, kein MICHAEL JACKSON Coversong) verabschiedet, der die Band nochmal sehr brachial und abgedreht zeigt. Was heißt das im Ganzen: Wieder einmal haben sich IN FLAMES gesteigert und mit der neuen brachialeren Art sogar noch an Stärke hinzu gewonnen. Zwar reichen sie immer noch an ihr Meisterwerk The Jester Race heran, doch sind sie damit um ein gutes Stückchen näher gekommen!
Einfach nur Genial - Reroute To Remain ist das beste Album von In Flames. Es hat alles, was ein gutes Album haben muss, ein paar ruhige Songs (Metaphor, Dawn Of A New Day...), schöne Songs zum Nebenbeihören (Reroute To Remain, Trigger, Drifter, Cloud Connected...) und richtige Knüller (System & Minus). Dieses Album ist IF einfach nur total gut gelungen und absolut hörenswert!!
Der Hammer - außer wenige Titel - Auch wenn ich die Band erst seit gut einem halben Jahr kenne, weiss ich wie sich ihr Sound auf den vorherigen Alben anhörte. Da hörte sie sich für mich an wie eine normale Metal-Band und wie alle anderen auch, und deshalb gefallen mir eigentlich kaum Tracks der vorherigen Alben. Doch durch RTR ist In Flames zu meiner Lieblingsband gewachsen und laufen nun jeden Tag bei mir :). Fast alle Tracks sind genial, und somit ist das Album neben Chuck von Sum 41 (nicht gleich denken Teenie-Punk für Arme, das Album ist anders und einfach nur genial) und Significant Other von LB das beste was meine Ohren je gehört haben. Das einige/viele Fans von In Flames diesen nun mehr mit elektronit angereicherten Sound der Band nicht mehr mögen und die alten Titel besser fanden , kann ich sehr gut verstehen. Für mich ist es halt nur andersrum.Highlights( die meisten Lieder höre ich den ganzen Tag, aber die absoluten sind halt): Trigger, Cloud Connected und Free Fall.Down s: Das von vielen hochgelobte, was ich nicht so ganz verstehen kann, Drifter, Minus und Black and White. Diese Tracks sind keinesfalls Totalausfälle, aber ich finde sie kommen nicht an den Rest der Platte ran.Fazit: Für alte Fans von In Flames fraglich, doch für relative Neueinsteiger gehts nicht besser. Also kaufen, kaufen, kaufen.MFGDe Grood